Restaurant Züfle, Sulz – Glatt

Das kleine Dorf Glatt ist ein touristisch hoch erschlossener Ortsteil von Sulz mit einer für die Größe des Ortes hohen Anzahl von Hotels und Restaurants, wovon eines das Hotel „Züfle“ ist. In früheren Zeiten hatte es einen eher rustikalen Ruf als Veranstalter von „Bayrischen Wochen“, seit dem Besitzerwechsel vor einigen Jahren und der Etablierung des Hotels erwirbt sich das Restaurant mehr und mehr einen Ruf als Restaurant mit hervorgehobener Küche.
Die Atmosphäre erinnert leicht an den Frühstücksraum eines Hotels, doch sind die Einrichtungsgegenstände gediegen und von hoher Qualität.
Nach der überaus freundlichen Begrüßung steht auch sofort ein Körbchen mit Brot begleitet von Butter und Kräuterquark auf dem Tisch.

Nach dWraper Bestellung folgt auch gleich der „Gruß aus der Küche“, ein Wrap gefüllt mit Rucola, Salami, Pilzen und Tomaten – sehr wohlschmeckend.

 

 

 

Ungewöhnlich, aber durchaus lobenswert ist die Empfehlung eines kleinen Glases Pils als Aperitif, es kommt nicht allzu oft vor, dass diese passende Variante vorgeschlagen wird.

Bei Philipps Zwiebelrostbraten (€ 20,50) erweist sich das Fleisch als von Rostbratenüberdurchschnittlicher Qualität, es ist wie gewünscht auf den Punkt zubereitet. Allerdings wird bei der Bestellung nicht danach gefragt, wie es zubereitet werden soll, was im Einzelfall leicht zu Enttäuschungen führen kann. (Phillip sagte es dann von sich aus). Die Kombination mit Sauerkraut und den hausgemachten Schupfnudeln harmonisiert im Geschmack sehr gut mit dem Fleisch.

SeezungeGünthers Seezunge (€ 27,00) erschien ohne Kopf, was er sehr bedauerte, letztendlich aber bei der ausgezeichneten Qualität des Fisches und der perfekten Zubereitung nicht allzu sehr ins Gewicht fiel. Dazu passte der junge, bissfest gegarte Blattspinat ganz ausgezeichnet.

 

 

 

MaispoulardeGeorgs Ballotine (€ 18,50) von der Maispoularde war ohne Fehl und Tadel gerollt und zubereitet, die Füllung mit Chorizo und Kräutern ergab mit dem festen Fleisch eine sehr angenehme Geschmackskombination. Der Grünkohl dazu war bissfest gegart, besonders lobenswert war die sahnige Cremigkeit des Selleriepürees.

 

Die Weinkarte enthält nur sehr wenige Positionen, was die Wahl eines passenden Weines nicht unbedingt erleichtert. Die bestellte Flasche Rueda zum Fisch und der Maispoularde (€ 25,00) war von guter Qualität. Phillip ließ sich beraten und wurde gefragt ob er einen halbtrockenen oder trockenen bevorzugen würde. Dies sollte eigentlich der Weinfachmann des Hauses entscheiden, welcher Wein zu einem bestimmten Gericht passt.
Insgesamt wurde klar, dass im Züfle auf recht hohem Niveau gekocht wird, die Zutaten sind frisch und sehr schön aufeinander abgestimmt.

Ambiente: 2,5 von 5 Wellen
Service: 2,5 von 5 Wellen
Qualität: 4 von 5 Wellen